Methoden

Sonographie: abdomineller und transrektaler Ultraschall

Jede Ultraschall-Untersuchung erfordert ihre spezielle Ausstattung. Der abdominale Ultraschall erfolgt zur Beurteilung der Bauch- und Beckenorgane. Die transrektale Sonographie hat sich zur Beurteilung der Prostata bewährt. Spezielle Schallköpfe stehen zur Beurteilung der Hoden und Nebenhoden zur Verfügung. Der Farbdoppler-Ultraschall beurteilt die Gefäße von Nieren, Hoden, Becken und Penis. Die Introitussonographie wird zur Abklärung bei einer Belastungsinkontinenz eingesetzt.

Digitales Röntgen

Mit digitalen Röntgenuntersuchungen erfolgt die Beurteilung des oberen und unteren Harntraktes bei Anomalien, Harnabflussstörungen, Harnsteinen, Refluxerkrankungen, Blasenentleerungsstörungen und Harnwegsinfekten.
Diagnostische Methoden sind das Infusionsurogramm, die Röntgenleeraufnahme, das Refluxcystogramm, das Miktions-Cyst-Urethrogramm, die Cystographie und die Urethrographie.

Prostata-Gewebe-Entnahme in Lokalanästhesie

Bei dem Verdacht auf eine bösartige Erkrankung der Prostata ist die ultraschallgesteuerte transrektale 12-fache Gewebeentnahme aus der Prostata eine Standardmethode zur Histologiegewinnung.

Elastographie der Prostata

Die Elastographie ist ein neueres Verfahren zur Beurteilung der Prostata, insbesondere zur Diagnose und zum Ausschluss von Prostatakrebs. Über den Enddarm wird dazu eine Ultraschallsonde bis zur Prostata eingeführt und der Untersuchende übt mit dem Gerät einen sanften Druck auf die Prostata aus. Über eine Messung der Dehnungsfähigkeit des Prostatagewebes ist es möglich, gutartige und bösartige Bezirke zu unterscheiden. Eine sichere Diagnose muss jedoch über eine Prostatabiopsie erfolgen, die im Rahmen der Elastographie in gleicher Sitzung durchgeführt werden kann.

Starre und flexible Zystoskopie

Zur Beurteilung der Harnblase und der Harnröhre stehen die starre und die flexible Zystoskopie zur Verfügung. Die Untersuchung wird in der Regel mit lokaler Betäubung durchgeführt. Die Patienten liegen dazu auf dem Rücken, in der sogenannten Steinschnittlage, auf einem Untersuchungsstuhl. Die Beine sind nach außen gespreizt und abgewinkelt. Bei der starren Zystoskopie des Mannes führt der Untersucher das Instrument unter Sicht in die Harnröhre ein bis zur Harnblase. Dann erfolgt ein Wechsel der Optik zur Beurteilung des Blaseninneren. Dabei wird die Harnblase mit sterilem Wasser gefüllt. Bei Frauen erfolgt das Einführen des Instrumentes in der Regel blind. Die Optik wird erst eingesetzt, wenn die Harnblase erreicht ist.

Die flexible Zystoskopie ist eine Untersuchung, die zumeist als angenehmer empfunden wird, da sich das biegsame Instrument besonders gut dem Verlauf der männlichen Harnröhre anpasst und ein Wechsel der Optik nicht erforderlich ist. Die Untersuchung kann auch in Rückenlage durchgeführt werden, was besonders für immobile Patienten in Frage kommt. Der Nachteil der Methode ist, dass die Ausleuchtung der Harnröhre schwächer ist als bei der starren Zystoskopie und die dünneren Arbeitskanäle Eingriffe in der Blase einschränken.

Neuro-urologische Untersuchungen / Elektrostimulationstherapie

Die vaginale Elektrostimulationstherapie ist eine Methode zur Behandlung der Belastungs- und Dranginkontinenz.

Eigenes mikrobiologisches Urinlabor

In unserem praxiseigenen Labor werden zur Diagnostik von Harnwegsinfektionen neben der mikroskopischen Harnuntersuchung Bakterienkulturen angelegt. Bei nachgewiesenem, signifikanten Bakterienwachstum erfolgt eine Keimdifferenzierung und eine Empfindlichkeitstestung (Antibiogramm). Es handelt sich hierbei um eine Austestung verschiedener Antibiotika, die zur Behandlung von Harnwegsinfektionen zur Verfügung stehen, um die Gabe von falschen oder unnötigen Medikamenten zu vermeiden.